Krankenversicherung für Au-Pairs und Studenten im Ausland

Krankenversicherung für Au-Pairs und Studenten im Ausland

Die Schule ist geschafft, viele Jugendliche zieht es nach dem Abschluss in die Ferne. Sei es zur Beruflehre, als Au-Pair, zu einem weiterführenden Studium oder auch als längerer Urlaub zur Erholung nach den Prüfungen. Jedoch lauern auf jeder Reise, auf jedem Auslandsaufenthalt auch Gefahren durch Krankheit oder Unfall. Aber nicht alles, was einem in einem anderen Land zustoßen kann, wird durch die gängige Auslandsreisekrankenversicherung abgedeckt. Für die Reisetätigkeit, wie sie die Mehrzahl der Menschen in Deutschland (deutschen Bürgern und Bürgerinnen) ausübt, ist der dort angebotene Versicherungsschutz ausreichend. Nicht jedoch, für länger geplante Auslandsreisen und für berufliche und berufsähnliche Tätigkeiten. Daher ist es sicher notwendig, sich vor der Abreise mit dem eigenem Versicherungsschutz im In- und Ausland auseinander zu setzen. Es sollte die Reichweite der Pflichtversicherung – auch bei temporärer oder endgültiger Rückkehr nach Deutschland, die Deckung einer eventuell bestehenden Zusatzversicherungspolice als auch überregionale Abkommen zwischen dem Gastland und dem Inland vor Reiseantritt genauestens geprüft werden.

So können schon bei einer harmlosen Krankheit oder einem kleinen Missgeschick im Ausland erhebliche Kosten entstehen. Um nach der Rückkehr in die Heimat ein böses Erwachen zu vermeiden, wenn es um die Rückerstattung versicherter Kosten geht, ist es ratsam, sich vor Reiseantritt passend und damit individuell abzusichern, zum Beispiel mit einer Auslandskrankenversicherung.

Zum Beispiel wird der Arzt oder die Ambulanz im Ausland in der Regel mit Bargeld beglichen. Dazu nimmt der Fremde den Status des Privatversicherten an und wird zu höheren Arztgebühren behandelt. Die deutsche Pflichtversicherung zahlt meist nur jene Kosten, die auch bei der medizinischen Versorgung im Inland entstehen würden und die Restkosten hat der Reisende selbst zu tagen. 

Noch viel dramatischer stellt sich die Situation dar, falls Bergungs- und Rettungskosten entstehen oder jemand aus medizinischen Gründen vorzeitig heimreisen muss. Diese meist doch sehr hohen Kosten werden in der Regel weder von der gesetzlichen Krankenkasse noch von der geläufigen Zusatzversicherung abgedeckt.

Durchaus gibt es Policen, die sogar die Reisekosten  Angehöriger zur erkranken oder verunfallten Person ins Ausland übernehmen. Die Vielfalt an Möglichkeiten macht die Auswahl des passenden Versicherungsschutzes rasch kompliziert. Denn nicht alle Versicherungen bieten einen pauschalen Rundumschutz, sondern passende Versicherungspakete, die z. B. dienstliche Reisen und Auslandsaufenthalte ausschließen und nur private Reisen versichern. Des weiteren unterscheiden sich die Policen auch in ihren Vertragslaufzeiten, wo von wenigen Wochen bis hin zu einem langzeitigen Versicherungsschutz, die auch nach der Rückkehr in die Heimat weiter Schutz bietet.

Daher ist eine Beratung insbesondere bei längeren und/ oder beruflichen bzw. berufsähnlich motivierten Auslandsaufenthalten ratsam, sich mit einem Experten zu beraten.

Zum Abschluss noch ein paar praktische Tipps. Die Versicherungskarte oder Police gehört ins Reisegepäck, ebenso wie die Notfall- und Police-Nummern der Versicherungen, um im Falle eines Falles rasch mit der entsprechenden Versicherung Kontakt aufnehmen zu können. Es ist auch immer ganz gut, wenn man 2,3 Fotokopien der Police anfertigt und diese an verschiedenen Orten, etwa bei den Reisepapieren aufbewahrt. Es müssen die Prämien pünktlich auch während der Abwesenheit bezahlt werden, um immer einen Versicherungsschutz zu haben.  Hier ist ein Lastschrifteinzug eine gute Alternative.

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