Hagelunwetter und Starkwinde gefährden das Dach

Hagelunwetter und Starkwinde gefährden das Dach

Eine Dämmung unter dem Dach minimiert das Risiko von Wasserschäden

(mpt-14/48688). Wenn starker Hagel am Haus zu größeren Schäden führt, ist das unangenehm für Hausbesitzer und Bewohner, auch wenn die Sachschäden durch eine gute Versicherung abgedeckt sind. Kommen zu den Beschädigungen an Dachziegeln oder -pfannen auch noch Wasserschäden innerhalb des Hauses, dann wird es richtig ungemütlich. Gänzlich vor Unwettern schützen lässt sich die Dacheindeckung zwar nicht, aber durch die Dämmung darunter kann die Gefahr durch Wasserschäden minimiert werden. Mit Dämmelementen etwa aus Polyurethan-Hartschaum ist ein guter Feuchteschutz gleich eingebaut. Die Hochleistungsdämmung bietet zudem sicheren Schutz gegen Hagel und verhindert, dass die Körner den Feuchteschutz durchlöchern.

Erhebliche Schäden durch Hagel zu beklagen

Auch in Mitteleuropa sind Schäden durch starke Hagelereignisse keine Seltenheit mehr. Wenn am Auto die typischen Mini-Beulen aus einem Hagelschlag übrig bleiben, können Fachunternehmen diese Schäden nahezu spurlos beseitigen. Bei Dachziegeln ist dies allerdings nicht möglich. Gebrochene Bedachungsmaterialien sind auf jeden Fall zu erneuern. Hagelkörner treten in den verschiedensten Größen auf. Korngrößen unter einem halben Zentimeter sind in der Regel eher harmlos, bei tennisballgroßen Körnern mit bis zu zehn Zentimetern Durchmesser, die hierzulande schon gemessen wurden, sieht es anders aus. Betrachtet man die Gewichte, wird dies noch deutlicher: Zwischen 0,1 Gramm und einem halben Kilogramm können sie schwanken. Bereits ab einem Durchmesser von zwei Zentimetern sind Beschädigungen am Blechkleid von Kraftfahrzeugen, aber auch an Dacheindeckungen wahrscheinlich. Und diese Größenordnung ist häufiger zu beobachten.

Geprüft für starke Hagelunwetter: Polyurethan-Hartschaumdämmungen

Ziegel brechen bereits bei relativ kleinen Hagelbelastungen. Dämmsysteme wie etwa „Bauder PIR“ überstehen dagegen selbst den Beschuss mit sehr großen Korngrößen von Hagel gut, ohne dass die Feuchteschutzschicht verletzt wird. Überprüft wurde die Belastbarkeit in einer Untersuchung am Süddeutschen Kunststoffzentrum (SKZ). Grundlage der Tests bildete die „Bestimmung des Widerstandes gegen Hagelschlag“, die in der DIN EN 13583 niedergelegt ist. Statt eines Hagelkorns wurde eine Kunststoffkugel in verschiedenen Fallgeschwindigkeiten auf die Polyurethan-Hartschaumdämmung gefeuert. Geprüft wurde eine „BauderPIR Plus“ Dämmplatte mit einer Stärke von acht Zentimetern. Der Durchmesser der eingesetzten Kugel lag bei vier Zentimetern, das Gewicht bei 38,5 Gramm. Überhaupt keine Verformungen waren bis zur Geschwindigkeit von 54 km/h zu beobachten. Und zu einem Durchschlagen kam es selbst bei einer hohen Geschwindigkeit von 162 km/h nicht. Sogar den Beschuss mit 200 km/h überstand eine Polyurethan-Hartschaumdämmung mit 20 Zentimetern Stärke.

Keine Schäden durch Wasser im Innern des Hauses

Im praktischen Einsatz bedeutet die Widerstandsfähigkeit der Dämmung gegen Hagel, dass sie bei Schäden an der Dacheindeckung deren Rolle beim Schutz gegen Feuchtigkeit übernehmen kann. Denn die Dämmelemente besitzen Spezialbahnen, die als so genannte „zweite wasserführende Ebene“ dienen. Sie leiten das Wasser weiterhin ab, auch wenn die Eindeckung darüber nicht mehr dicht ist. So ist die Gefahr von Feuchteschäden im Haus gebannt, und nach einem starken Unwetter müssen lediglich die zerbrochenen, verrutschten oder vom Haus geworfenen Ziegel neu aufgelegt werden.

Schutz gegen Feuchtigkeit professionell verlegen

Damit der Nässeschutz seine Funktion uneingeschränkt erfüllen kann, muss die „zweite wasserführende Ebene“ richtig aufgebaut und sorgfältig ausgeführt sein. In der Regel handelt es sich um eine Bahn, zum Beispiel eine Unterspannbahn, die über der Dämmung und unter den Dachziegeln liegt. Besonders einfach und sicher ist der Einbau, wenn die Dämmplatten bereits fest aufgebrachte Bahnen besitzen, deren Ränder über die Dämmplatte selbst hinausgehen. Diese überstehenden Ränder der Bahn werden bei Bauder (bauder.de) in einem sogenannten „Masse-in-Masse“-Verfahren sicher und dauerhaft verbunden. Beim Einbau sind Fehler dank der Vorrüstung der Klebestellen nicht mehr zu befürchten. Die Verklebung ist schnell und unkompliziert möglich. Bereits bevor die eigentliche Dacheindeckung verlegt wird, besitzt der Dachaufbau damit einen guten Grundschutz gegen Regenfälle und Feuchtigkeit.