Gut abgesichert als Arbeitnehmer im Ausland

Gut abgesichert als Arbeitnehmer im Ausland, die richtige Auslandskrankenversicherung

In Zeiten immer schneller fortschreitender Globalisierung richten auch immer mehr Konzerne aus Deutschland Repräsentanzen im Ausland ein. Oft ist es notwendig, hierfür Mitarbeiter zu entsenden, um das entsprechende Know-how auch im Ausland zu vermitteln, oder aber um in Projekten neben den Mitarbeitern vor Ort Fachpersonal aus Deutschland mit ins Boot zu nehmen.

Damit der Mitarbeiter auch gut abgesichert ist, kann es notwendig sein, bestimmte Versicherungen abzuschließen. Die Auslandskrankenversicherung ist hiervon die Wichtigste, da ein Krankenhausaufenthalt schnell sehr teuer werden kann. Die normale Auslandsversicherung, welche von fast allen Anbietern angeboten wird, gilt für maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Geht der Auslandsaufenthalt über diese 42 Tage hinaus, muss zusätzlich mit einer Krankenversicherung Ausland abgesichert werden.
Bei Auslandseinsätzen wird üblicherweise zwischen vier verschiedenen Fällen unterschieden:

  1. Ausstrahlung: Der Mitarbeiter ist nur für einen begrenzten Zeitraum im Ausland und bleibt weiterhin bei der Muttergesellschaft im Inland beschäftigt. Das Gehalt muss hier weiterhin von der Gesellschaft im Inland geleistet werden, damit auch der Versicherungsschutz in Deutschland erhalten bleibt.
  2. Pflichtversicherung auf Antrag: Der Versicherungsschutz in Deutschland kann auf Antrag hin bestehen bleiben. Auch die Krankenversicherung kann freiwillig fortgeführt werden.
  3. Entsendung innerhalb der EU: Der betroffene Mitarbeiter kann beantragen, weiterhin allen Zweigen der deutschen Sozialversicherung zu unterliegen. Hierzu muss ein Entsendeausweis bei der zuständigen Krankenkasse beantragt werden, womit dann auch Leistung im Ausland beansprucht werden kann. Überschreitet die Dauer des Auslandsaufenthaltes 24 Monate, muss in jedem Fall mit einer Auslandskrankenversicherung abgesichert werden.
  4. Sozialsicherungsabkommen: Mit einzelnen Staaten hat Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen. Dies sieht vor, dass aus Deutschland entsandte Arbeitnehmer weiterhin in Deutschland sozialversichert bleiben. Die Reichweite der Abkommen ist aber teilweise sehr unterschiedlich und betreffen zum Teil nur die Renten- und Krankenversicherung.


Um auch im Ausland eine gute medizinische Versorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, über die gegebenenfalls bestehende gesetzliche Absicherung hinaus, eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Die Krankenversicherung Ausland schützt dann vor unvorhergesehenen Krankheitskosten und übernimmt auch, falls notwendig, den Rücktransport nach Deutschland. Die Krankenversicherung Ausland ist aber nicht bei allen Versicherern zu erhalten. Ob diese verfügbar ist, muss bei dem jeweiligen Versicherer angefragt werden.

In vielen Fällen genießt der Mitarbeiter im Ausland weiterhin den Versicherungsschutz der gesetzlichen Pflichtversicherung. Dies muss aber im Einzelfall genau geprüft werden. Trotzdem ist es empfehlenswert zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen, um finanzielle Risiken zu vermeiden. Gut abgesichert kann sich der Mitarbeiter voll auf seine Arbeit konzentrieren und ist so für sein Unternehmen am wertvollsten.

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